Erster Bauabschnitt

Die Kirchengemeinde wird auf Basis der Planungen des Büros „soan Architekten“, Bochum, noch im Jahr 2021 die Sanierung der äußeren Grundmauern von St. Andreas durchführen. Bearbeitet wird die Südseite und das Areal um den Turm. Ziel ist es, seitlich gegen das Mauerwerk drückendes Wasser abzuweisen und im Sinne einer Drainage geordnet abzuleiten Hierzu sollen die Fundamente und ein vorgelagerter Technikkeller aufgegraben und mit einer dichtenden Schicht versehen werden. Geplant ist dazu ein für Gebäude innovatives Verfahren unter Verwendung von Geotextilien (Bentonitmatten) der heimischen Firma Naue, Fiestel. Die Verfüllung der Baugruben erfolgt schichtweise u.a. mit kapillarbrechendem Material. Die Tiefbauarbeiten sollen kombiniert werden mit einer Erneuerung bzw. Ertüchtigung der Blitzschutzanlage und der Verlegung eines Glasfaseranschlusses in die Kirche.

Zu den bisher geplanten Kosten von rd. 520.000,00 € wurde ein Zuschuß der Bundesrepublik Deutschland aus Denkmalmitteln in Höhe von rd. 260.000,00 € beantragt und ist inzwischen zugesichert. Weitere Mittel sind von der Kirchengemeinde gebildeten Rücklagen und bereits eingegangenen private Spenden von 50.000,00 €. Weitere  25.000,00 € hat der Kirch- und Orgelbauverein bereitgestellt.

Jahreshauptversammlung 2021

Seit seiner Gründung im Jahr 2013 hat der Verein insgesamt 125.000,- € für die Orgel gesammelt. Zusammen mit einer entsprechenden Rücklage der Kirchengemeinde ergibt sich für die neue Orgel derzeit ein Bestand von 200.000,- €. 

Eyke Blöbaum legt dar, dass der Mittelbestand des Vereins zu Ende April 2021 ca. 53.000,00 € betrug. Hiervon werden laut Vorstandsbeschluss vom 7.Juni 2021 Zuwendungen i.H.v. 50.000,00 € an die Kirchengemeinde erfolgen.

Noch in diesem Jahr soll mit der Außensanierung der St.-Andreas-Kirche begonnen werden. Erste Arbeiten, wie z.B. das Abdichten der Südseite gegen Wassereinbruchmit einem neuen Verfahren, das von der Firma Naue Fasertechnik entwickelt und unterstützt wird, sollen kurzfristig beginnen. Mit Unterstützung des örtlichen MdB, Herrn Achim Post, konnten Fördermittel vom Bund in Höhe von 260.000,- €eingeworben werden. Zusammen mit den Eigenmitteln der Gemeinde ergibt sich damit die erforderliche Summe von 520.000,- €. Davon sind 25.000,- € aus Vereinsmitteln des Kirch- und Orgelbauvereins eingeflossen.

Frau Dr. Ulrike Schäfer scheidet aus dem Amt aus. Zu der verbleibenden Kassenprüferin Frau Ina Klein wird Herr Florian Bornemann als zweiter Kassenprüfer gewählt. Beschluss: Einstimmig bei zwei Enthaltungen

Ende 2020 hat der Verein ein Gutachten beim Leipziger Orgelbauer R. Klein in Auftrag gegeben, das klären soll, welches vorhandenes Pfeifenmaterial für die neue Orgel übernommen werden könnte.

Eberhard Helling weist auf eine Gemeindefahrt nach Herford und Ibbenbüren hin. Hier sollen Kirchen besucht werden, die vom auch für St. Andreas beauftragten Architekturbüro „Soan“ (Bochum) umgestaltet wurden. Die Exkursion, von der sich die Kirchengemeinde eine bessere Akzeptanz der Planungen erhofft, findet am 21. August 2021 statt.

Konzerte Orgelsommer 2021

Nachdem der „Orgelsommer“ 2021, unterstützt von der GBSL-Stiftung, mit einer Kunst-Ausstellung unter freiem Himmel eröffnet worden ist, finden nun laufend tolle Konzerte statt.

Am kommenden Sonntag (25. Juli) findet das nächste Konzert des „Orgelsommers 2021“ in der St.-Nikolaus-Kirche in Gehlenbeck statt. Beginn ist wieder 18 Uhr.

Zu Gast ist ein Trio aus Dresden:

Elke Voigt, die Sopran-Solo singt und Orgel spielt,

Juliane Gilbert, die Alt-Solo singt und Violoncello spielt

sowie Clemens Heidrich, Bassbariton und Rezitation.

Die drei Musiker musizieren unter dem Namen „tresonare“. Sie eint die Begeisterung, sakrale Räume mit Musik zu füllen und sich von deren Unterschiedlichkeit inspirieren zu lassen. Dabei haben Klänge verschiedener Jahrhunderte ebenso ihren Platz wie sich mit dem Raum verbindende improvisatorische Elemente. 

Werke von César Franck, Claudio Monteverdi, Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach und anderen werden von verschiedenen Orten in der Gehlenbecker Kirche gespielt und bringen diesen schönen Raum auf neue Weise zum Klingen.

Elke Voigt wuchs in Lübbeckes Partnerstadt Bad Liebenwerda auf und ist Kantorin an der Martin-Luther-Kirche in Dresden, wo sie unter anderem den Dresdner Bachchor leitet.

Juliane Gilbert lehrt am Heinrich-Schütz-Konservatorium und an der Musikhochschule Dresden.

Clemens Heidrich ist ein gefragter Interpret und gern gesehener Gast auf den Konzertpodien im In- und Ausland.

Eintrittskarten für das Konzert sind an der Tageskasse erhältlich.

Durch die geltenden Abstandsregeln sind die Besucherplätze begrenzt. Beim Betreten und Verlassen des Kirchraums gilt eine Maskenpflicht.

Trio aus Dresden zu Gast am 25. Juli 2021

Am 18. Juli fand das zweite Konzert in der St.-Andreas-Kirche Lübbecke statt. Die Zuhörer erwartete eine sehr ungewöhnliche Kombination von Instrumenten: Auf dem Programm stand eine Suite für Alphorn und Orgel. Gespielt wurde das Alphorn von Robert Schlegl aus Bad Reichenhall, Orgel spielte Kantor Heinz-Hermann Grube. Aber Robert Schlegl hatte noch mehr Instrumente im Gepäck: Auf der Bass-Posaune spielte er „Morceau Symphonique“ des französischen Komponisten Alexandre Guilmant, die Alt-Posaune erklang in einem Concertino von Leopold Mozart, die Tenor-Posaune in Musik aus der Renaissance-Zeit. Heinz-Hermann Grube spielte Werke, in denen das Orgelregister „Posaune“ eine tragende Rolle spielt.

Robert Schlegl (Bad Reichenhall) zählt deutschlandweit zu den erfahrensten und vielseitigsten Posaunisten seiner Generation im Bereich der historischen Aufführungspraxis. Er studierte moderne Posaune und historische Posaunen an den Musikhochschulen Trossingen, Köln und Bremen. Konzerttourneen mit vielen namhaften Orchestern und Ensembles führten ihn nach Asien, Nord- und Mittelamerika und in die meisten Länder Europas. Nach dem Konzert erklang dann noch einmal das Alphorn mit alpenländischen Weisen auf dem Kirchplatz.

Robert Schlegl aus Bad Reichenhall spielte am 18. Juli in unserer St.-Andreas-Kirche u.a. das Alphorn

Hans-Martin Kiefer aus Bünde spielte am Sonntag, den 4. Juli in der Immanuel-Kirche in Pr. Ströhen. Das Konzert im hohen Norden des Altkreises Lübbecke trug den Titel „Organissimo“ und zeigte den ganzen Facettenreichtum der Königin der Instrumente mit Werken aus vier Jahrhunderten: Werke von Bach ebenso wie frühbarocke Meisterwerke, Musik der Romantik und unterhaltsame Kompositionen aus unserer Zeit. Den Abschluss bildet ein Werk aus der eigenen Feder des Organisten.

Hans-Martin Kiefer studierte Kirchenmusik in Herford und Heidelberg. Seit 1986 ist er Kantor und Organist in Bünde/Westfalen und leitet die Bünder Kantorei. Seit 1987 ist er Dozent an der Hochschule für Kirchenmusik der evangelischen Kirche von Westfalen in Herford. Von Hans-Martin Kiefer stammen zahlreiche Kompositionen für Bläserensemble, Chor und Orchester und für Orgel.

CD „Virtuose Orgelwerke“

Karl-Jürgen Kemmelmeyer ist in Lübbecke aufgewachsen, hat hier die Grundlagen des Orgelspiels erlernt und ist seither der St.-Andreas-Kirche eng verbunden. Nun hat er uns einige Exemplare seiner CD „History Live. Virtuose Orgelwerke aus vier Jahrhunderten“ zum Verkauf überlassen. Zu hören sind sechs virtuose Orgelwerke aus vier Jahrhunderten unter anderem von Bach, Scarlatti, Mozart und Messiaen. Die Aufnahmen sind zugleich ein wertvolles geschichtliches Dokument: Kemmelmeyer war in den Jahren um 1970 als Konzertorganist in Europa und in den USA unterwegs. Aus dieser Zeit stammen auch die Aufnahmen der CD. Sie sind in einem aufwändigen Verfahren heutigen Ansprüchen und Hörgewohnheiten angepasst. Der Tonträger verspricht nicht zuletzt durch die abwechslungsreiche Auswahl des Repertoires einen großen Hörgenuss und das einmalige Erlebnis historischer Aufnahmen. Die CD ist ab sofort zum Preis von 20 Euro in der Bücherstube oder im Gemeindebüro der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Lübbecke (Tel.: 05741/5552) erhältlich. Der Verkaufserlös kommt dem Kirch- und Orgelbauverein Lübbecke zugute.

Ausflüge

Eine Europareise nach Hannover 2020

Orgelexkursion in die niedersächsische Landeshauptstadt

Vielfalt, genauer: europäische Vielfalt war das Motto der Orgelfahrt, die Anfang September ca. 15 Orgelinteressierte nach Hannover führte. Eingeladen hatten wie in den vergangenen Jahren der Lübbecker Kirch- und Orgelbauverein und die Orgelfreunde aus Espelkamp. Vor Ort wurde die Gruppe zunächst von Karl-Jürgen Kemmelmeyer begrüßt. Der emeritierte Musikprofessor und Ehrenvorsitzende des Lübbecker Vereins freute sich, den Besuchern die bedeutende und vielseitige Orgellandschaft der Stadt, die den Titel der europäischen Kulturhauptstadt 2025 anstrebt, mit einem abwechslungsreichen Programm näherbringen zu können.

Italienische Orgel in der Marktkirche

Erste Station der musikalischen Reise war die Marktkirche, die Bischofskirche der Hannoveraner. Hier übernahm Stadtorganist Ulfert Smidt die Führung der Gäste aus dem Lübbecker Land und stellte ihnen als erstes die italienische Orgel vor. Das um 1780 erbaute Instrument befindet sich seit 2003 in der Marktkirche und besitzt sieben Register, darunter die „Voce umana“, die den Klang der menschlichen Stimme nachahmt. Trotz seiner eher geringen Größe beeindruckt es durch einen vollen Klang. Smidt verdeutlichte diesen durch Werke zweier italienischer Komponisten. Einen besonderen Effekt erzielte er am Schluss durch den Einsatz des „usignolos“, bei dem durch kleine Pfeifchen Wasser in Schwingungen versetzt wird. Auf diese Weise werden Töne erzeugt, die an Vogelgezwitscher erinnern.

Große Orgel in der Marktkirche

Nach der „italienischen Prinzessin“ stellte der Organist der Besuchergruppe die Königin der Marktkirche in Gestalt der Großen Orgel vor. Deren Werk wurde im Jahr 2009 von der schweizerischen Firma Goll (Luzern) in ein ganz im Stil seiner Zeit (Baujahr 1954) gehaltenes, imposantes denkmalgeschütztes Gehäuse eingebaut. Die stilistisch vielfältigen Möglichkeiten des Instruments stellte Smidt den beeindruckten Zuhörern mit ganz unterschiedlichen Werken aus verschiedenen Epochen und europäischen Regionen vor. Neben Kompositionen von Jan Pieterszoon Swelinck (Niederlande) und Dietrich Buxtehude (Deutschland) erklang „L‘Apparition de l’Église éternelle“ des französischen Komponisten Olivier Messiaen. Vor allem die chromatische aufsteigende Stimmführung und der Einsatz des Schwellwerkes ließen hier den Eindruck einer gotischen Kathedrale vor dem inneren Auge der Zuhörer entstehen. Den Abschluss der Darbietung bildeten Präludium und Fuge über das Motiv B-A-C-H des österreichisch-ungarischen Komponisten Franz Liszt, die der Jungstudent Perry Kufferath auf beeindruckende Weise zu Gehör brachte.

Spanische Orgel in der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis
Bach-Orgel in der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis

Gestärkt durch Pizza und Pasta ging es für die Besucher weiter zur Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis, wo es die Spanische Orgel und die Neue Bach-Orgel zu erkunden galt. Die Spanische Orgel wurde 2001 von Patrick Collon (Belgien) nach barocken spanischen Orgelbauprinzipien errichtet. Eine allein schon optische Besonderheit stellen die Horizontalpfeifen (Trompeten) dar. Smidt verdeutlichte die Klangpracht der barocken spanischen Orgelmusik mit drei abwechslungsreichen Kompositionen. Die Neue Bach Orgel wurde im Jahr 2019 durch die belgische Werkstatt Manufacture d’orgues Dominique Thomas (Stavelot) gebaut. Sie weist Elemente eines süd- und mitteldeutschen Orgelbaustils auf und wurde von Ulfert Smidt mit Werken von Bruhns und Johann Sebastian Bach vorgeführt.

Englische Orgel in der Nazareth-Kirche

Abschließender Halt der Reise war die Nazareth-Kirche in der Hannoveraner Südstadt, wo den ostwestfälischen Orgelinteressierten mit der Englischen Orgel ein Einblick in die britische Orgelbaukunst geboten wurde. Ursprünglich befand sich das 1902 gebaute Instrument, wie Organist Oliver Kluge erläuterte, in der Christ Church in Llandudno/Wales. Im Jahr 2018 gelangte es, zunächst für die St. Johannis-Kirche gedacht, nach Hannover und ersetzt nun die stark reparaturbedürftige Schuke-Orgel in der Nazareth-Kirche. Während Orgeln in England ursprünglich als Konzertinstrumente eingesetzt wurden und dabei oft einen Ersatz für ein ganzes Orchester bildeten, kamen sie erst spät im gottesdienstlichen Rahmen zum Erklingen. Charakteristisch für den englischen Orgelbau sind daher, so Kluge, die ökonomische Disposition und ein sogenanntes Chormanual, das besonders für die Begleitung des Gemeindegesangs im Gottesdienst eine Rolle spielt. Das Pedal hielt als Element des europäischen Kontinents erst spät Einzug in die Orgelkonzeption auf der Insel. Nach der Vorführung verschiedener Register stellte Kluge das Instrument der Besuchergruppe u.a. mit einer Komposition (2. Orgelsonate) von Felix Mendelssohn Bartholdy vor.

Voller neuer musikalischer Eindrücke aus der „Orgelstadt“ Hannover machte sich die Gruppe auf den Heimweg von der Leine an den Wiehen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer bedankten sich bei Kantor Heinz-Hermann Grube, der die Fahrt organisiert hatte, und freuen sich schon auf eine Neuauflage im kommenden Jahr.

Ina Härtel




2019 Bielefeld

Im Rahmen des Lübbecker Orgelsommers 2019 führte die erste Tour im August nach Bielefeld.

Neustädter Marienkirche

Hier gibt es in der Neustädter Marienkirche seit 2017 ein neues Instrument des derzeit sehr gefragten Orgelbauers Eule aus Bautzen mit 46 Registern auf drei Manualen und Pedal. Zwanzig Jahre hat die Gemeinde diese Orgel im romantischen Klangbild geplant und dafür Geld gesammelt und kann nun stolz auf ein Instrument blicken, das in der Fachwelt großes Aufsehen erregt hat.

Altstäder Nicolaikirche

Seit 1965 zieht die ebenfalls dreimanualige Beckerath-Orgel der Altstädter Nicolaikirche internationale Solisten an, die hier gerne konzertieren. Daneben besitzt diese Kirche noch eine zweimanualige Orgel mit elf Registern, die sich auf einer Empore rechts des Chorraums befindet.

Jodokuskirche

Erst vor neun Jahren wurde die 1974 vom Osnabrücker Orgelbauer Kreienbrink in der St. Jodokuskirche erbaute Orgel grundlegend renoviert. Ihre 42 Register erklingen seitdem in neuem Glanz.

Bartholomäus-Kirche in Brackwede

Einem großen Kirchenbrand verdankt die von Rowan West 1994 für die Bartholomäus-Kirche in Brackwede erbaute Orgel ihre Entstehung. Die Zahlungen der Versicherung ermöglichten es damals ein dreimanualiges Instrument in Anlehnung an die barocke Patroclus Möller-Orgel in Marienenmünster zu errichten. Es erklingt seit dem regelmäßig in Konzerten und im Rundfunk.




Norddeutsche Orgelbaukunst

Lübbecker und Espelkämper Orgelfreunde unterwegs im südlichen Ostfriesland

Mitte September machten sich 25 Orgelinteressierte des Lübbecker Kirch- und Orgelbauvereins sowie des Orgelfördervereins Espelkamp auf den Weg nach Ostfriesland, um Einblicke in die dortige Orgellandschaft zu erhalten. Vorbei an der Meyer Werft, wo ein in der Fertigstellung befindliches Kreuzfahrtschiff vom Bus aus bestaunt werden konnte, suchte die Gruppe zunächst das Organeum in Weener auf.

Organeum in Weener

Das im eklektizistischen Stil erbaute Gebäude ist schon eine Sehenswürdigkeit für sich. In der großbürgerlichen Stadtvilla vereinen sich mit viel Liebe zum Detail Elemente der englischen Neugotik mit Zitaten niederländischer und antiker Architektur. Heute beherbergt sie eine umfangreiche Sammlung historischer Kleinorgeln und Tasteninstrumente. Diese wurden von Museumsleiter Landeskirchenmusikdirektor Winfried Dahlke den Besuchern anschaulich erklärt und zum Klingen gebracht. So stellte er unter anderem eine von Ibe Peters Iben erbaute Kabinettorgel vor. Das mit antiken mythologischen Figuren geschmückte Instrument ist überwiegend original erhalten. Auch die „Orgel für das Klassenzimmer“ eines niederländischen Orgelbauers wurde demonstriert. Mit ihrem offenen Gehäuse dient sie dazu, orgelbauliche Prinzipien und Klangfarben zu veranschaulichen. Hierbei erfuhren die Exkursionsteilnehmer z.B. etwas über die Bauweise gedackter Pfeifen, bei denen die Abdeckung des Luftkanals dazu führt, dass sie tiefere Töne erzeugen können, als eigentlich von ihrer Länge her möglich wären. Neben den Prinzipalen verfügt das kleine Instrument über weitere Register, wie z.B. Streicher, Zungenregister, eine „Nachtigall“ und einen Zimbelstern.

In weiteren Räumen konnten die Besucher eine umfangreiche Sammlung von Tasteninstrumenten (Cembalo, Clavichord u.a.) bewundern. Diese wurden in früheren Zeiten nicht nur zur musikalischen Unterhaltung eines Publikums verwendet, sondern dienten Organisten auch zur heimischen Übung der Orgelwerke.

Besonders beeindruckt waren die Orgelfreunde von der „Baldachinorgel“. Das ausgestellte Stück ist der Nachbau einer Renaissanceorgel von 1559. Das an eine Basilika erinnernde, aufklappbare Gehäuse beherbergt auf engstem Raum sechs verschiedene Register und ist damit sowohl solistisch als auch als Begleitinstrument einsetzbar. Sie bietet, wie es Museumsleiter Dahlke formulierte, die Möglichkeit, „komplexe Musik auf einem genialen Instrument zu spielen“.

Nach der Vorstellung weiterer Instrumente des Organeums begab sich die Gruppe in die ev. reformierte Georgskirche in Weener. Hier erläuterte Winfried Dahlke die barocke Orgel. Sie stellt ein Spätwerk des berühmten norddeutschen Orgelbaumeisters Arp Schnitger dar und verfügt heute nach verschiedenen Umbauten und Restaurierungen über 29 Register. Dahlke verdeutlichte die Klangvielfalt des Instruments am Beispiel verschiedener barocker Kompositionen von Bach, Böhm und Buxtehude. Abschließend ließen die Musikfreunde aus dem Lübbecker Land gemeinsam Strophen des Chorals „Ich singe dir mit Herz und Mund“ zur Orgelbegleitung erklingen.

Orgel in Stapelmoor

Nach dem Mittagessen wurde mit der Kreuzkirche in Stapelmoor ein weiterer Standort einer besonderen Orgel angefahren. Hier erklärte Christoph Heuer vom Orgelförderverein Espelkamp das Instrument. Das Orgelgehäuse stammt aus dem Jahr 1848 und ist im klassizistischen Stil gehalten, das Orgelwerk wurde 1994 von den Orgelbaumeistern Immer (Norden), Klein (Leipzig) und Jaccard (Fahy-les-Autrey) eingebaut. Es entstand nach dem Vorbild der berühmten Cliquot-Orgel in der Stadtkirche von Houdan bei Versailles und entspricht somit stilistisch dem französischen Barock. Anders als in Deutschland, so berichtete Heuer, gab es in französischen Messen keine Präludien und keine Liedbegleitung. Die Organisten mussten ihr Können vielmehr durch das Spielen zwischen den einzelnen Abschnitten des Gottesdienstes unter Beweis stellen. Am Beispiel einer Orgelmesse von Francois Couperin machte Heuer dies für die Teilnehmer hörbar und verdeutlichte so die unterschiedlichen Register und Klangfarben der Orgel.

An ihren Heimatorten zurück bedankten sich die Orgelfreunde bei Christoph Heuer, dem Organisator der Tour. Nun sind alle schon gespannt, welche Orgeln 2020 angesteuert werden.

Ina Härtel




2018 Firmen Jehmlich und Voigt

Am 2./3. Oktober 2018 besuchte eine Delegation des Vorstandes Orgeln und die Werkstätten der aus dem Ideenwettbewerb als Sieger hervorgegangenen Firmen Jehmlich und Voigt.

Die Reise führte uns zunächst nach Leipzig. Dort besuchten wir die erst im Dezember 2017 eingeweihte Jehmlich-Orgel in der Universitätskirche.  Geschäftsführer Ralf Jehmlich stellte uns das Instrument vor.

Die eigens für die neu errichtete Kirche gebaute Orgel wird sowohl zu Unterrichtszwecken als auch für Konzerte genutzt. Sie ist von der Größenordnung her mit dem für Lübbecke geplanten Instrument vergleichbar und verfügt über einen schönen Klang. Ihre räumliche Ausdehnung (über 3 Etagen begehbar!) dienst vor allem der Verwendung in der universitären Ausbildung. Im Anschluss daran fuhren wir weiter nach Dresden, wo wir die Räumlichkeiten und Werkstätten der Firma Jehmlich besichtigten.

Noch am gleichen Tag ging die Reise weiter nach Meißen. Dort besichtigten wir die Orgel in St. Afra: Das Instrument wurde 1908 von der Firma Eule (Bautzen) im romantischen Stil gebaut und kürzlich von der Firma Voigt restauriert. Die Register der zweimanualigen Orgel sind vielfältig. Eine Besonderheit stellt die geteilte Registerlade (a, b, c, d) dar, die eine freie Mischung und Kombinierbarkeit der Laden und damit eine schier unbegrenzte Klangvielfalt ermöglicht.

Am 3. Oktober besichtigten wir zunächst die Räumlichkeiten und Werkstätten der Firma Voigt in Bad Liebenwerda. Im Anschluss fuhren wir zur Ev. St. Nikolai-Kirche. Dort steht eine Orgel, die 1994 von der Firma Voigt gebaut wurde. Das dreimanualige Instrument weist eine große stilistische Vielfalt auf. Gesampelte Register (u.a. E-Bass, Englischhorn) stellen eine Besonderheit dar. Diese zusätzlichen elektronischen Register waren allerdings sehr gewöhnungsbedürftig.

Zum Abschluss der Reise fuhr die Delegation noch nach Camburg bei Jena. Die Orgel in der St. Trinitatis-Kirche wurde in der letzten Zeit von der Firma Voigt neu gebaut. Eine Besonderheit ist das Auxiliar mit vier Registern (Kastenlade), die elektronisch gesteuert werden (Einzeltonsteuerung) und praktisch 24 zusätzliche Register darstellen. Die romantischen Register weisen ein starkes Volumen auf, der Prinzipal ist gut und grundtönig. Die Registerzungen sind brillant. Insgesamt wirkte das Instrument aufgrund des voluminösen und teilweise scharfen Klanges für den Kirchenraum etwas überdimensioniert.

Am späten Abend erreichte die Delegation mit vielen neuen Eindrücken und Erkenntnissen wieder die Lübbecker Heimat.




2018 Rheda-Wiedenbrück / Melle

Drei Orgeln, zwei Vereine und ein schöner Ausflug

Orgelfreunde aus Lübbecke und Espelkamp besuchten am 13. Oktober 2018 Rheda-Wiedenbrück und Melle.

Bereits zum zweiten Mal machten sich Mitte Oktober Mitglieder des Lübbecker Orgelbauvereins und des Espelkamper Orgelfördervereins gemeinsam auf den Weg zu interessanten Instrumenten der Region.

Das erste Ziel der Exkursion, die in diesem Jahr von Christoph Heuer (Espelkamp) vorbereitet und organisiert wurde, war die Katholische St. Clemens Kirche in Rheda. Bereits unterwegs führte Heuer die Teilnehmer in die Entstehungsgeschichte der dortigen Orgel ein, an der er selbst maßgeblich beteiligt war. Ende der 70er Jahre erschien das bestehende Instrument aus der Barockzeit der Gemeinde zu klein und sie entschied sich schließlich für einen Neubau. Ein Orgelbauverein wurde gegründet und die damaligen Musikstudenten Christoph Grohmann und Christoph Heuer entwickelten gemeinsam eine Klangidee und die Disposition für das neue Instrument. Der Orgelbauverein wuchs von anfangs 16 Mitgliedern auf schließlich 78 und konnte mit Hilfe zahlreicher Aktionen und dank einer großen Spendenbereitschaft der Gemeinde die notwendigen 780.000 DM aufbringen. Unterstützt von Mitgliedern des Chorvorstandes entstand schließlich in der Orgelbaufirma Fischer + Krämer (Endingen, Kaiserstuhl) ein großes, sinfonisches Instrument, das die vorhandene Barockorgel als Rückpositiv integriert und universell einsetzbar ist. Gleichwohl ist eine deutliche Prägung durch die romantische französische Orgelbaukunst (Cavaillé-Coll) wahrnehmbar, erläuterte Christoph Heuer.

Dieses besondere Klangspektrum demonstrierte der andere Vater des Instruments, Organist Christoph Grohmann, mit einer Auswahl von Stücken, darunter auch eigene Improvisationen, und einer abwechslungsreichen Registrierung. Neben dem auffälligen und im Prospekt sichtbaren Schwellwerk kam auch das Glockenspiel zum Einsatz und beeindruckte die Zuhörer. Abschließend konnten die Teilnehmer den terrassenförmigen Spieltisch auf der Empore besichtigen und das imposante Instrument mit weiteren Klangbeispielen aus der Nähe erleben.

Im Anschluss ging es für die rund 30 Orgelfreunde weiter nach Melle, wo zunächst für das leibliche Wohl gesorgt wurde. Bei sonnigem Herbstwetter erkundeten die Teilnehmer die örtliche Gastronomie und nutzten zugleich die Gelegenheit, sich über das Gehörte auszutauschen.

Danach stand der Besuch der Ev.-Luth. St. Petri Kirche auf dem Programm. Kirchenmusiker Daniel Skibbe gab zunächst einen Einblick in die Geschichte der Barockorgel. Diese wurde 1724 von Christian Vater, einem Schüler des berühmten norddeutschen Orgelbauers Arp Schnitger, gebaut und stellt neben der Orgel in der Amsterdamer Oude Kerk das größte Werk seines Erbauers dar. Nach mehreren, dem jeweiligen Zeitgeschmack geschuldeten Umbauten und Veränderungen im 19. und 20. Jahrhundert wurde das Instrument schließlich Ende des 20. Jahrhunderts von dem Schweizer Orgelbauer Bernhard H. Edskes umfänglich restauriert und in einen dem Konzept Vaters entsprechenden Zustand zurückversetzt. Dabei konnte auf einige teilweise oder vollständig noch vorhandene Register des Ursprungsinstruments zurückgegriffen werden und auch der Originalprospekt, der ohne große Verschnörkelungen auskommt, ist inklusive Cimbelstern noch erhalten und konnte entsprechend übernommen werden. Im Folgenden erläuterte Skibbe den Orgelfreunden, dass die Orgel sich besonders gut für Literatur aus der Renaissance und aus dem Barock eigne. Auch romantische Werke seien darauf spielbar. Allerdings sei bei der Auswahl der Stücke die ungleichschwebende Stimmung des Instruments zu beachten, durch manche Tonarten klanglich problematisch seien, so der Kirchenmusiker weiter. Schließlich demonstrierte Skibbe den interessiert lauschenden Zuhörern die Klangschönheit und –vielfalt der Vater-Orgel an verschiedenen Beispielen, wobei er zwischendurch immer wieder die Registrierung erläuterte und kleine „Schmankerl“ einstreute. So waren beim Choral „Ich singe dir mit Herz und Mund“ alle Anwesenden eingeladen, mitzusingen, und der Cimbelstern verlieh dem Lied „Weißt du, wie viel Sternlein stehen?“ einen beinahe sphärischen Charakter. Auch hier konnten die Teilnehmer im Anschluss noch den Spieltisch besichtigen und die Orgel aus der Nähe betrachten. Dabei erfuhren die Besucher, dass die Luftzufuhr sowohl elektrisch als auch durch Muskelkraft erwirkt werden kann. Zudem weist die Orgel getrennte Sperrventile für die einzelnen Werke auf und eine mit dem Calcantenzug betätigte Glocke kann wie zu Christian Vaters Zeiten Bälgetreter an ihre Aufgabe erinnern.

Zum Abschluss des reichhaltigen Programms ließen sich die Exkursionsteilnehmer schließlich noch von Exkursionsleiter Christoph Heuer die Orgel in der Kath. St. Matthäus-Kirche erklären. Ursprünglich wurde das Instrument von Mitgliedern der Herforder Orgelbauerfamilie Klausing für das Dominikaner-Kloster in Osnabrück gebaut. Sie befand sich in der dortigen Klosterkirche auf dem Lettner, also der Trennwand zwischen dem Chor und dem eigentlichen Kirchenschiff, und besaß aufgrund des beschränkten Platzangebots kein Pedalwerk. Im Zusammenhang mit der Säkularisierung des Klosters zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam die „Königen aus Westfalen“ schließlich nach Melle. Nach verschiedenen Umbauten und Veränderungen wurde die Orgel im Jahr 2009 von der Orgelbaufirma Ahrend aus Leer restauriert und auf den historischen Zustand zurückgeführt sowie um ein selbständiges Pedalwerk ergänzt. Mit einer abwechslungsreichen Auswahl an Stücken vermittelte Heuer den interessierten Besuchern einen Eindruck von der klanglichen Vielfalt des Instruments, welches im Plenum dann allerdings doch so manchen etwas überdimensioniert für den Kirchenraum anmutete. Abschließend wurde noch der seitlich zum Instrument angebrachte Spieltisch, eine bauliche Besonderheit, die auf den Einsatz als Lettner-Orgel zurückzuführen ist, besichtigt und erklärt, bevor die Musikfreunde aus dem Mühlenkreis den Tag bei Kaffee und Kuchen ausklingen ließen. Zurück im Lübbecker Land bedankten sich alle bei Christoph Heuer für die tolle Organisation und warten nun schon gespannt auf die nächste Orgeltour.

Ina Härtel




2017 Marienmünster und Lemgo

Barocke Pracht und filigranes Vogelnest

Orgelfreunde aus Lübbecke und Espelkamp unterwegs zu zwei besonderen Instrumenten

Auch in diesem Jahr machte sich auf Einladung des Lübbecker Orgelbauvereins und des Orgelfördervereins Espelkamp eine Gruppe von ca. 25 Musikinteressierten auf, um die westfälisch-lippische Orgellandschaft zu erkunden.

Ihre erste Station war die Abtei Marienmünster im Kreis Höxter. Dort hieß Hans Hermann Jansen (Gesellschaft der Musikfreunde der Abtei Marienmünster) die Teilnehmer im erst kürzlich neu entstandenen Besucherzentrum willkommen und führte sie zunächst mit Hilfe einer multimedialen Präsentation in die Geschichte der Abtei und ihrer Orgel ein. Das Kloster, das im 13. Jahrhundert vom Benediktinerorden gegründet wurde, erfuhr im 30jährigen Krieg weitreichende Zerstörungen. Im Rahmen des Wiederaufbaus entstand auch der Wunsch nach einer neuen Orgel. Diese wurde 1679 vom Höxteraner Orgelbauer Andreas Schneider errichtet, jedoch schon wenige Jahrzehnte später abgebaut und 1737 an das Kloster in Gehrden verkauft. Marienmünster erhielt bald darauf ein Instrument des Lippstädter Orgelbauers Johann Patroclus Möller, der heute leider, so erklärte Jansen, etwas in Vergessenheit geraten ist, zumal zwei seiner bedeutendsten Werke, die Orgeln im Paderborner und Münsteraner Dom, dem Bombenhagel des 2. Weltkrieges zum Opfer fielen. Umso erfreulicher ist es, dass die Orgel in Marienmünster erhalten und nach einer wechselvollen Stil- und Baugeschichte vor einigen Jahren in einen dem Ursprung entsprechenden Zustand zurückversetzt werden konnte.

Johann Patroclus Möller- Orgel in der Abteikirche Marienmünster. Foto: Christoph Heuer (Espelkamp)

Nach dieser Einführung begab sich die Gruppe in die Abteikirche. Dort erklärte Hans Hermann Jansen den staunenden Besuchern zunächst die barocke Ausgestaltung des Gotteshauses, bevor er zum eigentlichen Gegenstand seiner Führung kam, der prächtigen Johann-Patroclus-Möller-Orgel. Die Orgelfreunde erfuhren, dass das Instrument 42 Register aufweist, die aufgeteilt auf Haupt- und Brustwerk sowie das Rückpositiv mit drei Manualen und dem Pedal spielbar sind. Aufgrund ihrer Klangschönheit und Einmaligkeit wird die Orgel häufig von namhaften Künstlern für Tonaufnahmen genutzt. Um den optimalen Klang zu erzielen, müsse der Organist beim Registrieren viel Fingerspitzengefühl beweisen und die Register wie Gewürze beim Zubereiten einer guten Speise fein und in Maßen aufeinander abstimmen, so Jansen weiter, dessen Begeisterung für das Instrument schnell auf die Teilnehmer der Führung übersprang. An einigen Beispielen demonstrierte der Musiker den Klang verschiedener Register, einzeln und im Zusammenspiel, bevor die Besucher in Kleingruppen die Orgel auf der Empore aus der Nähe betrachten und Fragen dazu stellen konnten. Ein musikalischer Beitrag von Prof. Dr. Karl-Jürgen Kemmelmeyer, ehemaliger Lübbecker und Mitglied des Orgelbauvereins, rundete das Besuchsprogramm in Marienmünster ab. Mit dem Werk eines französischen Komponisten schlug er gleichsam eine Brücke über den französischen Orgelbauer, der 2012 die letzte Restaurierung der Orgel durchgeführt hat, zur europäischen Bedeutung des Instruments.

Schwalbennestorgel in der Marienkirche in Lemgo Foto: Christoph Heuer (Espelkamp)

Nach dem Mittagessen im Klosterkrug, das viel Gelegenheit zum Austausch über das Gesehene und Gehörte bot, ging es weiter zur Lemgoer Marienkirche, der zweiten Station der Exkursion. Dort begrüßte Kantor Volker Jänig die Besucher und stellte ihnen die sogenannte Schwalbennestorgel vor. Das in luftiger Höhe an der Turmwand befindliche Instrument, dessen Prospekt durch feingliedrige Holzschnitzereien geprägt ist, wurde im 16. Jahrhundert vom niederländischen Orgelbauer Georg Slegel erbaut. Später erfolgten mehrfach Restaurierungs- und Umbauarbeiten, u.a. zu Beginn des 17. Jahrhunderts durch den Hamburger Orgelbauer Fritz Scherer, bis das Instrument schließlich im 19. Jahrhundert stillgelegt wurde. Das Orgelspiel in der Marienkirche erfolgte fortan auf einer auf der Westempore neu errichteten Orgel. Das alte Instrument behielt lediglich seine Prospektpfeifen und wurde nach dem 1. Weltkrieg zur „Heldenorgel“ umgewidmet, indem die Namen der gefallenen Lemgoer auf Holztafeln am Orgelgehäuse angebracht wurden. Dies rettete der Königin der Instrumente vermutlich das Leben, so Volker Jänig. Erst langsam erkannte man den Wert der Orgel, bis sie schließlich zu Beginn des 21. Jahrhunderts durch den Orgelbauer Rowan West in einen historischen Zustand zurückgebaut wurde. Wie Kantor Jänig weiter erklärte, weist das Instrument eine sogenannte mitteltönige Stimmung auf, wie sie in der Zeit der Renaissance üblich war. Dies führt dazu, dass nicht alle Tonarten auf der Schwalbennestorgel spielbar sind und daher überwiegend nur Renaissancemusik ohne Tonartenwechsel hierauf zum Klingen gebracht werden kann. Darüber hinaus ist die Orgel höher gestimmt als heutige Instrumente. Für ein Zusammenspiel im Rahmen der Pflege der Renaissancemusik in Lemgo wurden aus diesem Grund extra passende Blasinstrumente (z.B. Posaunen und Blockflöten) gebaut, erzählte Kantor Volker Jänig. Im Folgenden führte er den Klang der Schwalbennestorgel u.a. anhand eines Werkes des norddeutschen Komponisten Johann Pieterson Sweelinck vor und lud schließlich die Besucher zum Mitsingen des Liedes „Schmückt das Fest mit Maien“ ein. Dabei demonstrierte er in der Begleitung die unterschiedlichen Klangfarben der Orgel. Anschließend konnten die Gäste aus dem Lübbecker Land sich auch dieses Instrument aus der Nähe ansehen und erfuhren hierbei noch einiges Interessantes zu dessen Aufbau.

Wieder in Lübbecke angekommen bedankten sich die Teilnehmer bei Kreiskantor Heinz-Hermann Grube, der die Orgelfahrt organisiert hatte. Alle waren sich schließlich einig: Eine solche Fahrt sollte im nächsten Jahr unbedingt wieder angeboten werden!

Ina Härtel




2016 Hamburg

Die Orgeln in St. Jacobi und St. Petri

(von links) Simon Obermeier, Heinz-Hermann Grube und Lukas Henke in St. Petri

Heinz-Hermann Grube und Simon Obermeier organisierten uns einen sehr interessanten Ausflug nach Hamburg im Mai 2016. Am späten Vormittag mit dem Bus in der Hansestadt angekommen, führte uns Lukas Henke nach einer kleinen Kaffeepause durch St. Petri. Sie ist eine der Hauptkirchen in Hamburg mit einer sehr modernen Orgel.

Orgel in St. PetriLukas Henke an der Orgel
Modell der Kirche St. PetriOrgelpfeifen
Fenster in St. Jacobi

Am Nachmittag wurde uns u.a. die berühmte Orgel der Hauptkirche Sankt Jacobi gezeigt. Sie wurde in der Zeit von 1698 bis 1693 von Arp Schnitger erbaut und verfügt über vier Manuale, ein Pedal und 60 Registern. Insgesamt wurden an der Orgel zwischen ihrer Erbauung und der teilweisen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg zahlreiche Restaurierungen vorgenommen, der eigentliche schnitgersche Bestand jedoch blieb vor tiefgreifenden Eingriffen verschont. Sie zählt heute zu den bedeutendsten erhaltenen großen Barockorgeln.

Arp Schnitger Orgel in St. JacobiRegisterknöpfe
Die Arp-Schnitger-Orgel mit ihren vier Manualen und 60 Registern.

Wer wollte, durfte abschließend noch auf den Turm von St. Jacobi gehen, ehe der Bus uns wieder zurück nach Lübbecke brachte.

Ein kurzer Blick zur Elbphilharmonie



2015 Borgentreich

2015: Das berühmte Orgelmuseum in Borgentreich

Die Stadt Borgentreich liegt in der Warburger Börde zwischen Eggegebirge und Weser und ist bekannt für ihr großes Orgelmuseum. Nicht umsonst spricht man gerne von der “Orgelstadt”.

Orgelmuseum in Borgentreich

Das Orgelmuseum in Borgentreich war das Ziel der Freunde des Orgelbauvereins Lübbecke beim Ausflug im Jahr 2015.

Fragen, wie zum Beispiel eine Pfeifenorgel aufgebaut ist, wie sie hergestellt wird und wie einzelne Pfeifen eigentlich funktionieren, wurden dort sehr unterhaltsam und selbst für Laien sehr verständlich anhand von Modellen, Pfeifen und Werkzeugen beantwortet. Insgesamt war die Führung hochinteressant und brachte viele neue Einblicke in den Bau von Orgeln.

Zum Abschluss wurde uns die Orgel der Pfarrkirche St. Johann Baptist gezeigt. Sie ist die größte Barockorgel Westfalens und hat einen umfangreichen historischen Pfeifenbestand. Mit ihren sechs doppelten Springladen ist sie die weltweit größte erhaltene doppelte Springladenorgel.

Die größte Barockorgel Westfalens in der Pfarrkirche St. Johann Baptist
Ein tolles Klangerlebnis an dieser Orgel



2014 Orgelbaufirma Speith

2014: Besichtigung der Orgelbaufirma Speith (Inh. Ralf Müller) in Rietberg

Am 7. Juni 2014 machten sich 25 Orgelbaufreunde aus Lübbecke auf den Weg nach Rietberg zur Orgelbaufirma Speith
(www. speith-orgelbau.de). In Rietberg angekommen begrüßte uns der Inhaber Ralf Müller und zeigte uns die Räumlichkeiten, in denen seit 1848 bis heute Orgeln produziert werden. Er erzählte uns die Geschichte seines Familienunternehmens, das er in der fünften Generation weiterführt. Die verschiedenen Werkstätten und Fertigungsräume wurden besichtigt, wobei Ralf Müller die einzelnen Bauphasen einer Orgel zeigte.

Orgelpfeifen in Arbeit


Es stellte sich heraus, dass ein Orgelbauer unzählige Berufe bei seiner Arbeit gleichzeitig ausüben muss: Tischler, Physiker, Musiker und Künstler. Unzählige Werkzeuge, Pfeifen, Mechaniken, Fertigungstechniken und Materialien konnten wir sehen, fühlen und hören. Vom Zahnstocher bis zum meterlangen Pfeifenrohling wird hier alles verbaut.  
An mancher Pfeife muss Ralf Müller mehrere Tage arbeiten, bis er den genauen Klang hat, passend zur Akustik der jeweiligen Kirche. Erstaunlich dabei ist, dass diese großen Instrumente in verhältnismäßig kleinen Räumen hergestellt werden. Aber auch hier weiß Ralf Müller sich zu helfen: er setzt die Einzelteile zu größeren Orgelsegmenten zusammen, die er einzeln auf Klang und Funktionalität prüft und anschließend wieder abbaut. Erst in der Kirche setzt er alle Segmente zu einem Gesamtwerk zusammen. Oft arbeitet er beim Intonieren einer Orgel in der Nacht, da er dann von keinem Geräusch von außen gestört wird. Anschließend gab es eine kleine Vorführung an der vor kurzem restaurierten Orgel in der Klosterkirche Sankt Katharina in Rietberg (http://klosterlandschaft-owl.de/klosterorte/rietberg-klosterkirche-st-katharina).

Zum Abschluss aßen wir in einem gemütlichen Lokal in der Altstadt zu Mittag, ehe es am Nachmittag wieder nach Lübbecke ging.

Firmeninhaber Ralf Müller in seinem Element
Orgel in der Klosterkirche St. Katharina in Rietberg
Heinz-Hermann Grube an der vor kurzem restaurierten Orgel in der Klosterkirche St. Katharina in Rietberg

Entwurf zur Sanierung der St.-Andreas-Kirche

Die Kirchengemeinde suchte im Jahr 2018 unter Beteiligung der Landeskirche einen geeigneten Planer. In einem mehrstufigen Verfahren entschied man sich aus einer Anzahl von zunächst 6 Bewerbern letztlich für das Büro „soan“ aus Bochum (www.soan-architekten.de). Dieses ist bundesweit laufend genau mit solchen Verfahren, wie hier eines ansteht, beauftragt und verfügt über eine beeindruckende Liste von Referenzen. Auch hier in der Region, wie etwa: Christuskirche Ibbenbüren, St. Marien in Herford oder Neustädter Marienkirche in Bielefeld.

Plan für Gottesdienst
Plan für Konzert

Die Jahre 2019 und 2020 wurden genutzt, um zunächst alle für ein komplexes Sanierungsvorhaben nötigen Grundlagen zu ermitteln. Statiker, Geologen, Akustiker, Baubiologen, Vermesser und Archäologen wurden tätig und erstellten Gutachten. Parallel wurden Überlegungen zur Gestaltung des nach der kompletten Sanierung von Wänden und Boden völlig freien Kirchenschiffes angestellt, in einer vom Presbyterium eingesetzten Steuerungsgruppe diskutiert, teils verworfen, neu formuliert und so zu einem ersten Entwurf verdichtet.

Plan zur Beseitigung des Feuchtigkeitsproblems

Der ca. 750 m² große Innenraum der Kirche soll danach (natürlich!) dem Gottesdienst, aber auch der Musik und darüber hinaus durchaus auch anderen kulturellen und sozialen Funktionen dienen. Es müssen Belange des Denkmalschutzes ebenso berücksichtigt werden, wie auch die langfristige Wirtschaftlichkeit in der Unterhaltung und im Betrieb.

Im Spätsommer 2020 wurde das Ergebnis in mehreren Schritten zunächst dem Presbyterium und dann auch der Öffentlichkeit in Gemeindeversammlungen präsentiert. Die Planer haben zunächst vorgeschlagen, in Fortsetzung des Programms der letzten großen Umgestaltung in den frühen 1960er Jahren den romanischen Kern der Kreuzkirche (ca. 1180) noch stärker in den Vordergrund zu rücken. Das soll in erster Linie durch eine einheitliche Gestaltung der Bodenflächen des Grundrisses  dieser Zeit, z.B. mit Terrazzo, geschehen. Dem gegenüber sollen die gotischen Erweiterungsflügel von 1350 im Süden und Norden mit Holzböden markiert werden.

Blick zum Altarraum
Seitenansicht: rechts Aufgang zur Kanzel, links Altarraum

In der Längsachse des kreuzförmigen Grundrisses soll ein theologisch begründetes Programm erkennbar gemacht werden. Von Osten her gedacht erscheint dort zunächst das alte Viernagel-Kruzifix mit der Figur des  Christus als dem Sieger über den Tod. Erkennbar an der Königskrone und präsent in der Höhe des Raumes. Von ihm geht alles aus, kommt alles her. Dieser Christus soll von seiner derzeitigen Position deutlich näher an die Gemeinde heranrücken.

Gottesdienst

Etwas vor ihm, mittig eingefügt in die Treppe zum Chor soll ein „Ort des Wortes“ entstehen. Hier würde die aufgeschlagene Bibel, prägend für protestantische Kirchenräume, in einer umschließenden, nach vorn offenen Struktur aufbewahrt werden. Weiter nach Westen schließt sich hier, gleichhoch mit  der untersten Stufe, eine längliche Erhöhung der Achse in ca. 1,40 m Breite an.

Sie reicht bis zum zukünftigen Altar, dem Ort des Herrenmahls, der im Schnittpunkt des Vierungsquadrates vorgesehen ist. Seitlich am Pfeiler nach Norden wird das Abendmahlsrelief, hier wie auch in Soest westfälisch mit Spanferkel, auf einem Schrein, der die liturgischen Geräte aufnimmt, seinen Platz erhalten. Zum Abendmahl versammelt sich die Gemeinde barrierefrei in einem Dreiviertelkreis in der Vierung um den Altar.

Aus den bisherigen Bänken werden Blöcke geformt. Diese bieten links, rechts und vor der Erhöhung und dem Altar ca. 135 Sitzplätze für die Gottesdienstgemeinde. Die Sichtbeziehungen sind dabei so gewählt, das von jedem dieser Plätze aus alle liturgischen Handlungen, Lesungen und die Predigt gut verfolgt werden können. Nur für größere Gottesdienste und kulturelle Veranstaltungen kann das Angebot an Sitzplätzen durch Zubestuhlung um weitere ca. 500 ergänzt werden Mit dann ca. 650 Plätzen wird so knapp die bisherige Kapazität wieder erreicht.

Vogelperspektive

Im Schnittpunkt der romanischen Längsachse mit der Linie zwischen den beiden Haupteingängen von St. Andreas kann dann der Taufstein seinen zukünftigen Platz finden. Ankommende Kirchenbesucher werden durch seine zentrale Stellung regelmäßig an die eigene Taufe und die Zugehörigkeit zur christlichen Gemeinde erinnert. Tauffeiern könnten dann in der Weise stattfinden, daß sich nicht nur die Tauffamilien sondern mit ihnen die gesamte Gottesdienstgemeinde in konzentrischen Kreisen um den Taufstein versammelt.

Die für evangelische Christen bedeutsamen Grundlagen Ihres Glaubens, nämlich Christus (solus Christus), das Wort in der heiligen Schrift (sola scriptura) sind somit in einer Linie mit den beiden von Christus gestifteten Sakramenten, nämlich Abendmahl und Taufe im Raum materiell ablesbar.

Der bisherige Altarraum, die Apsis von St. Andreas mit geradem Chorabschluß, früher dem Hochaltar und ab 1295 dem Kollegialstift St. Andreas vorbehalten, soll komplett freigestellt werden und so zukünftig in erster Linie der Musik von Chören und Orchestern dienen.

Grundriss „Raum der Stille“

Es verbleibt dann noch ganz im Westen der Kirche der kleine Raum im Turm. Derzeit wird er nicht wirklich genutzt und dient der Lagerung von Gegenständen. Hier sieht der Entwurf einen „Raum der Stille“ vor. Der kann zur persönlichen stillen Andacht ebenso genutzt werden wie z.B. für Tageszeitgebete, Taizèandachten oder Formate, wie sie jungen Gemeindemitgliedern z.B. aus dem CVJM wichtig sind. Er bleibt ganz flexibel und ist grundsätzlich auch weiter von außen erreichbar. Zum Kirchenschiff werden zwei gläserne Flügeltüren vorgeschlagen, so daß auch z.B. Eltern mit Kindern von hier dem Gottesdienst folgen können.

Raum der Stille

Die vorliegenden Planungen und Entwürfe skizzieren zunächst ein Konzept. Die genaue Gestaltung von einzelnen, teilweise ja stark prägenden Elementen und Prinzipalstücken bleibt späteren Schritten und zwischengeschalteten Diskussionen vorbehalten. Das gilt auch für Farb- und Beleuchtungskonzepte sowie die einzusetzenden Materialien und ihre Bearbeitung.

Gegenwärtig wird mit einem finanziellen Volumen von rd. 2.500.000,00 € für das in wahrscheinlich 2 Abschnitte zu gliedernde Gesamtprojekt gerechnet. 75 – 80 % davon entfallen auf die eigentliche baulich-technische Sanierung, der Rest auf die Gestaltung und Ausstattung.

Ehrung von Prof. Dr. Karl-Jürgen Kemmelmeyer

Der 1. Vorsitzende Friedrich Föst übergibt die Urkunde zum Ehrenvorsitzenden des Kirch- und Orgelbauvereins Lübbecke e.V. an Prof. Dr. Karl-Jürgen Kemmelmeyer. (Quelle: P. Götz, Westfalen-Blatt)

Der in Lübbecke aufgewachsene Prof. Dr. Karl-Jürgen Kemmelmeyer wird aufgrund seiner außergewöhnlichen Verdienste für den Kirch- und Orgelbauverein in der Jahreshauptversammlung im Juni 2020 zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Jahreshauptversammlungen

Jahreshauptversammlung 2020

Von links: Friedrich Föst (1. Vorsitzender), Heinz-Hermann Grube (Kantor), Prof. Dr. Karl-Jürgen Kemmelmeyer (Ehrenvorsitzender), Dr. Peter Groß (2. Vorsitzender), Ina Härtel (Schriftführerin) und Eyke Blöbaum (Schatzmeister). (Quelle: P. Götz, Westfalen-Blatt)

Am 23. Juni 2020 fand die Jahreshauptversammlung unter entsprechenden hygienischen Bedingungen statt. Folgende Themen wurde dabei gesprochen:

  • Nach Erläuterung und Abstimmung Änderung des Vereinsnamens und Erweitung des Vereinszwecks: der Orgelbauverein Lübbecke e.V. erweiterte seine Tätigkeit und wurde in Kirch- und Orgelbauverein Lübbecke e.V. umbenannt.
  • Vorstandswahlen und Ehrung von Prof. Dr. Karl-Jürgen Kemmelmeyer: aufgrund seiner großen Verdienste für den Verein wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zur neuen Kassenprüferin neben Dr. Ulrike Schäfer wird Ina Klein gewählt.
  • Bericht des Vorstands zu den Exkursionen nach Bielefeld und Ostfriesland vergangenen Jahres.
  • Orgelweinverkauf beim Orgelsommer und Nacht der Chöre; dabei Verteilung der neuen Flyer
  • Erste Großspenden kamen auf das Konto des Vereins. Im November 2019 konnten erstmals 100.000 Euro zweckgebunden für den Orgelbau an die Kirchengemeinde überwiesen werden. Aktuell sind ca. 20.000 Euro auf dem Konto des Kirch- und Orgelbauvereins, zweckgebunden für den Orgelbau. Alle zukünftigen Spenden sind zweckgebunden für den Kirch- und Orgelbau.

Ausblick:

Konzerte

  • 28. Juni (H.-H. Grube); Orgelsommer
  • 26. Juli (S. Obermeier aus Hamburg); Orgelsommer
  • 9. August (B. Méhes aus Ungarn); Orgelsommer
  • 11. Dezember Benefizkonzert des Schützenmusikcorps

Orgelexkursion

  • 5. September nach Hannover


Jahreshauptversammlung 2019

Am 25. Juni 2019 wurden folgende Themen bei der Jahreshauptversammlung besprochen:

  • Exkursion des Vorstandes zu den Preisträgern des Ideenwettbewerbs (Jehmlich [Dresden] und Voigt [Bad Liebenwerda]) im Oktober 2018
  • Orgelexkursion des Vereins nach Rheda-Wiedenbrück und Melle in Zusammenarbeit mit dem Orgelförderverein Espelkamp
  • Nachbestellung des Orgelweins
  • Buch über St.-Andreas-Kirche und die Orgel von Karl-Jürgen Kemmelmeyer
  • Der Orgelbauverein Lübbecke e.V. möchte den Vereinszweck erweitern und in dem Zusammenhang auch seinen Namen ändern. Zukünftig soll nicht mehr allein Kapital für einen Orgelneubau angesammelt werden. Vielmehr soll die St.-Andreas-Kirche Lübbecke insgesamt und einschließlich des Ziels, dort eine neue Orgel zu bauen, Förderzweck sein. Hierzu muss die Satzung teilweise neu gefasst werden.  Weiterhin soll das allgemeine Interesse an dieser Kirche sowie an der Orgelmusik geweckt, gefördert und bewahrt werden.
    Der Vereinsname soll zukünftig lauten: „Kirch- und Orgelbauverein Lübbecke e.V.“. Die Satzung wird entsprechend neu gefasst und wurde einstimmig angenommen.
  • Informationen zur Kirchensanierung

Jahreshauptversammlung 2018

Am 14.06.2018 fand die Jahreshauptversammlung des Orgelbauvereins statt. Themen waren u.a.:

  • Ideenwettbewerb
  • Fahrt nach Marienmünster und Lemgo
  • Verkauf des Orgelweins zu diversen Konzerten
  • Homepage neu gestaltet
  • Verabschiedung der Schatzmeisterin Andrea Wessling
  • Neuwahl des Vorstands bzw. im Amt bestätigt:
    • Friedrich Föst (1. Vorsitzender), Dr. Peter Groß (2. Vorsitzender), Eyke Blöbaum (Schatzmeister), Ina Härtel (Schriftführerin), Andrea Wessling und Walter Wagner (Kassenprüfer)

Nacht der Chöre

Großer Andrang in der Nacht der Chöre (Foto: E. Schultjan)

Unter großer Beteiligung fand am Reformationstag, dem 31. Oktober, in der St.-Andreas-Kirche und auf dem Kirchplatz die „Nacht der Chöre“ statt. Das Publikum erfreute sich an den abwechslungsreichen Beiträgen von neun Chören, die nach eine Andacht des Superintendenten Dr. Uwe Gryczan in der Kirche Musik von Klassik bis Pop zu Gehör brachten.

Neun Chöre sorgten für großartige, musikalische Abwechslung an diesem Abend. (Foto: C. Scheele)
Querflötistin Miriam Obermeier (Foto: C. Scheele)

In der Pause sowie vor und nach dem Konzert gab es Bratwurst, belegtes Brot und Brezeln, sowie Orgelwein und andere Kaltgetränke jeweils gegen Spende für den Kirch- und Orgelbauverein. Die dort ausgelegten, frisch gedruckten Flyer informierten zudem die Besucher über die Hintergründe unseres Vereins.

Der Orgelweinausschank war sehr erfolgreich und machte sichtlich Spaß. Von links: Eyke Blöbaum, Friedrich Föst, Dr. Peter und Dr. Sabine Groß (Foto: E. Schultjan)

Zusammen mit der Musik vom Posaunenchor und einer Jazz-Combo stellte sich eine schöne, fröhliche Atmosphäre ein, die die Kälte vergessen ließ und sicher auch Martin Luther gefallen hätte, wie eine Besucherin anmerkte.

Posaunenchor (Foto: E. Schultjan)

Weiteres können Sie hier aus dem Westfalen-Blatt nachlesen: ein sehr schöner Artikel mit Link zu vielen Fotos!

Ina Härtel