Neues Buch über unsere Orgel

Die Kirchengemeinde St. Andreas gibt in Zusammenarbeit mit dem Orgelbauverein Lübbecke und dem Stadtarchiv Lübbecke das Buch “Zur Geschichte der St.-Andreas-Kirche Lübbecke und ihrer Orgeln” heraus, um der Gemeinde, den Bewohnern der Stadt und Kunst- und Orgelinteressierten die Geschichte und die Schönheit der St.-Andreas-Kirche und ihrer Kunstwerke zu erschließen. Buchautor ist Univ.-Prof. Dr. phil. Karl-Jürgen Kemmelmeyer. Erhältlich ist das 88-seitige Buch ab sofort u.a. in der Bücherstube.

Seit dem 12. Jahrhundert ist die St.-Andreas-Kirche in Lübbecke ein Ort der Frömmigkeit, der Anbetung und des Lobpreises. Eine Zeit war sie Stifts- und Stadtkirche zugleich. Trotz Krieg- und Notzeiten hat die St.-Andreas-Kirche viele Jahrhunderte bis heute überdauert. Immer wieder haben die Einwohner Lübbeckes sich für den Erhalt und die Ausstattung dieser Kirche eingesetzt, die eines der bedeutendsten und geschichtsträchtigsten Kulturdenkmäler im Lübbecker Land am Wiehengebirge ist.

Die Kirche besitzt das einzige erhaltene Gehäuse einer Orgel von Cord Krüger. Er war ein Orgelbaumeister, der mit seiner Werkstatt und Familie den Ruf des norddeutschen Großorgelbaus begründete und dessen Technologie-Transfer und Einfluss wir heute in direkter Linie von ihm bis hin zu Arp Schnitger verfolgen können. Arp Schnitger führte die Kunst des barocken Großorgelbaus zu einem Höhepunkt; seine Orgeln gelten heute noch weltweit als Vorbilder bei Orgelneubauten.

Die Lübbecker Krüger-Orgel entstand in den Jahren 1628 bis spätestens 1655. In dem bereits 1960 restaurierten, kostbaren Gehäuse soll wieder ein repräsentatives Orgelwerk eingebaut werden, das der Bedeutung der St.-Andreas-Kirche und ihrer Kirchenmusik entspricht. Die neue Orgel soll auch zum Zentrum der Förderung des Organisten-Nachwuchses im Kirchenkreis und darüber hinaus werden.

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